Unser Vertretungskonzept

1. Ausgangssituation

Als Grundschule mit verlässlichen Öffnungszeiten tragen wir für unsere Schülerinnen und Schüler eine besondere pädagogische Verantwortung, deshalb befürworten wir ausdrücklich das Konzept einer Verlässlichen Schule ohne Unterrichtsausfall von der 1. bis zur 6. Unterrichtsstunde.

 

Bezogen auf die Jahresstundentafel fällt im Jahresdurchschnitt kein Unterricht aus. Der erteilte Unterricht überschreitet teilweise sogar die vorgeschriebenen Unterrichtszeiten, wenn wir der Berechnung Unterrichts- und/oder Schulveranstaltungen wie Klassenfahrten, Wandertage, Waldschulaufenthalte, Theaterbesuche, Schulaufführungen, besondere Sportveranstaltungen, Projekte u. a. zugrunde legen.

 

Unserem bisher praktizierten Vertretungskonzept, seit ca. 15 Jahren in der Erprobung, lagen schon immer Anstrengungen zugrunde, den Unterrichtsausfall zu minimieren.
Mit den bisher bekannten und vorhandenen Ressourcen konnten folgende Verfahrensweisen umgesetzt werden:


• Vertretungsunterricht über Mehrarbeit der Lehrkräfte
• Doppelbesetzung bei Mentoring auflösen
• Aufteilen der Kinder (mit Aufgabenerteilung) im Jahrgang
• Aufteilen der Kinder (mit Aufgabenerteilung) auf alle Klassen
• Zusammenlegung von Klassen (z. B. Sportunterricht)
• Kombination zwischen Aufteilen und selbstständiger Arbeit im Klassenraum
• Kombination von Betreuung-Schule und Betreuung-Hort
• Betreuung/Unterricht von zwei Klassen durch eine Lehrkraft
• Einsatz von Studenten durch Hospitation/Honorarvertrag (Förderverein)

 

 

2. Grundsätze

Wir werden der Verantwortung für eine Verlässliche Schule nur durch qualifizierten und engagierten Unterricht gerecht. Dieses Prinzip des qualifizierten und engagierten Unterrichts gilt auch für jegliche Form von Vertretungsunterricht.
Somit ist es nach unserer Auffassung Aufgabe des Landes Hessen, durch entsprechende Personalzuweisungen für qualifizierten Vertretungsunterricht zu sorgen. Für die Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule ist es eine kollegiale Selbstverständlichkeit, in besonderen Fällen Vertretungsunterricht und somit des Öfteren Mehrarbeit zu übernehmen.


In unser bereits vorhandenes Vertretungskonzept sind die Vorgaben für eine Verlässliche Schule eingearbeitet worden.

 

Dabei gelten für uns folgende Kriterien als Zielorientierung:


• die Qualität des Unterrichts
• die Gesundheit der Lehrkräfte

 

Die Gesamtkonferenz der Grundschule Harleshausen beschließt deshalb für die Umsetzung für eine Verlässliche Schule nachfolgende Grundsätze für den Vertretungsunterricht gem. § 133 Abs. 1 Ziffer 14 HSchG:

  • Zu Beginn des Schuljahres wird ein Jahresterminplan erstellt, in den langfristig, nach Möglichkeit, bekannte Termine wie z. B. Schöffentermine, Klassenfahrten, Schulveranstaltungen u. a. eingetragen werden.
  • Fortbildungsveranstaltungen werden soweit möglich auf die unterrichtsfreie Zeit gelegt. Nichtsdestotrotz gibt es auch künftig ganztägig akkreditierte Fortbildungsveranstaltungen, die nach wie vor zu Unterrichtszeiten (ganztägig) angeboten werden.
  • Lehrkräfte, die durch Abwesenheit einer Klasse keinen Unterricht erteilen, werden entsprechend dem Stundenplan in dieser Zeit für Vertretungsunterricht eingesetzt.
  • Mehrfachbesetzungen, wie sie z. B. bei Hospitationsstunden oder im Rahmen von Mentoring anfallen, werden aufgelöst und die Lehrkräfte im Vertretungsunterricht eingesetzt.
  • Jede Klassenlehrkraft erstellt eine Material-Kiste mit Vertretungsmaterialien, Kopiervorlagen u. a. differenzierte Arbeitsmaterialien für ihre eigene Klasse. Diese befindet sich im Klassenraum und ist allen Schülerinnen und Schülern sowie dem für die Klasse verantwortlichen Ansprechpartner bekannt.
  • Alle Kinder bereiten ein festes Namensschild für den Vertretungsunterricht vor.
  • Räumliche Gegebenheiten ermöglichen eine Beaufsichtigung zweier Lerngruppen durch eine Lehrkraft, die jedoch nur dann eingesetzt wird, wenn keine andere Vertretungsregelung möglich ist.
  • Im Bedarfsfall kann es zur Aufteilung von Klassen kommen. In jedem Klassenraum befindet sich gut sichtbar eine Liste, nach der die Schülerinnen und Schüler aufgeteilt werden.
  • Bei der Zusammenlegung oder Aufteilung von Lerngruppen ist davon auszugehen, dass die Klassenhöchstwerte überschritten werden (Gruppengrößenerlass).
  • Im Fach Sport können zwei Klassen zusammengefasst werden.
  • Der Computerraum kann im Rahmen von eigenständigem Arbeiten für den Vertretungsunterricht mit eingeplant werden.
  • Zusätzliche Vertretungsstunden/Mehrarbeit werden für das Kollegium transparent gemacht.
  • Lehramtsstudentinnen und -studenten können für Vertretungsstunden eingesetzt werden.
  • Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst können für Vertretungsstunden eingesetzt werden. Diese sind gem. § 40 Abs. 8 UVO aber nur in Ausnahmefällen und in den ihnen bekannten Lerngruppen zu Vertretungsunterricht heranzuziehen.
  • Bei beamteten Lehrkräften kann in Ausnahmesituationen durch die Schulleitung die zusätzliche Erteilung von Mehrarbeit angeordnet werden (volle Stelle bis zu 3 Stunden monatlich; (§ 85 (29) Hessisches Beamtengesetz), bei beamteten Teilzeitkräften ist dies zurzeit nur anteilig, bei Angestellten (s. u.) aber nicht möglich. Angeordnete Mehrarbeit darf aber nicht zu einer dauerhaften Einrichtung werden. Deshalb dürfen freie Stunden nicht bewusst zur eventuellen Übernahme von Vertretungsunterricht in den Stundenplan eingearbeitet werden.
  • Angestellten Lehrkräften ist der zusätzliche Vertretungseinsatz grundsätzlich als Mehrarbeit zu vergüten. Die angestellte Lehrkraft muss dem Vertretungseinsatz zustimmen.
  • Schwerbehinderte Lehrkräfte können nur mit ihrer Zustimmung zur Vertretung herangezogen werden (§ 8 Ziffern 3 und 4 der Dienstordnung).
  • Schwerbehinderte Lehrkräfte sind auf Verlangen von Mehrarbeit freizustellen (§124 SGB IX).
  • Vertretungslehrkräfte müssen fachlich und pädagogisch qualifiziert sein.
  • Wir setzen keine Eltern aus dem Schulbezirk als Vertretungslehrkräfte ein, besonders dann nicht, wenn ihre Kinder noch an unserer Schule unterrichtet werden. Möglich ist aber ein Austausch von Eltern mit einem benachbarten Schulbezirk.
  • Wir streben eine Kooperation/Partnerschaft für den zu betreuenden Unterricht am ersten und zweiten Tag einer fehlenden Lehrkraft mit unserer Betreuungseinrichtung und dem Hort an.
  • Um den Unterricht, besonders in Deutsch, Mathematik und Sachunterricht von qualifizierten Kräften erteilen zu lassen, wird es mitunter notwendig werden, unsere Fachkräfte im Jahrgang umschichtig einzusetzen, um längere Fehlzeiten einer Lehrkraft zu überbrücken.
    Hier wird sich die über viele Jahre hinweg praktizierte Teamarbeit in den Klassen bzw. im Jahrgang bewähren. Durch die teamorientierte Vorbereitung kann so der Vertretungsunterricht im Jahrgang besser organisiert werden.

 

 

3. Besondere Veranstaltungen

Besondere Veranstaltungen wie Schultag zum Kennen lernen, Fasching, Lesenacht, Sporttage, Einschulung, Päd. Tage, Wandertage gehören zur pädagogischen Prägung unserer Schule.
Für diese Tage wird es besondere Regelungen im Stundenplan geben müssen. Die Unterrichtszeiten werden dann entsprechend abgeändert!

 


4. Kurzfristige Vertretung - 1. Woche

Betreuung und Vertretungsunterricht entsprechend der Grundsätze.

 

 

5. Mittelfristige Vertretung - 2. bis 5. Woche

Vertretungsunterricht entsprechend der Grundsätze.

 

 

6. Langfristige Vertretung - 5 Wochen und mehr

Lehrauftrag wird durch Staatliches Schulamt erteilt.

 

 

7. Vertretungspool

In den Pool werden nur Bildungs- und Erziehungspartner nach unserem Vertrauen und/oder auf kollegiale Empfehlung aufgenommen.

 

Mit unseren Nachbarschulen werden wir eine Kooperation beim Pool Vertretungslehrkräfte eingehen.

 

 

8. Schlussbemerkung

Die Umsetzung dieses Konzepts setzt voraus, dass der Schule fachliche und pädagogisch qualifizierte und auch jederzeit einsatzbereite Personen in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen.

 

Die Schule wird sich - ohne selbstverständlich insoweit eine Erfolgsgarantie übernehmen zu können - nach besten Kräften bemühen, solche geeigneten Personen ausfindig zu machen und dem entsprechenden Pool zuzuführen.

 

Die Schulleitung


 


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